Neunzehn Jahre nach dem 11. September: Künstliche Intelligenz macht Überwachungssysteme mächtiger – und riskanter

·von Henderson·Engineering
Neunzehn Jahre nach dem 11. September: Künstliche Intelligenz macht Überwachungssysteme mächtiger – und riskanter
Hauptaussagen
  • KI macht Überwachungssysteme leistungsfähiger und ermöglicht die schnelle Analyse großer Datenmengen.
  • Die Fähigkeit der Regierungsbehörden, Informationen auszutauschen, hat nach dem 11. September erheblich zugenommen.
  • Die Ausweitung der Überwachungstechnologie hat ungleiche Auswirkungen auf bestimmte Gemeinschaften.
  • Der Einsatz von KI erfordert Vorsicht; Überwachung und Kontrolle sind von entscheidender Bedeutung.

25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September hat sich die daraus resultierende Überwachungsinfrastruktur mit der digitalen Welt verbunden. Diese Welt generiert für den durchschnittlichen Amerikaner riesige Datenmengen. Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) hat es einfacher gemacht, diese Informationen zu verknüpfen und zu analysieren, wodurch Überwachungssysteme entstanden sind, die mächtiger sind als zu jedem Zeitpunkt im Jahr 2001. Die Terroranschläge haben nicht nur die Antiterrorpolitik neu geformt, sondern auch die Art und Weise verändert, wie Regierungsbehörden Informationen sammeln, austauschen und analysieren, wobei Sicherheitsinstrumente tiefer in die tägliche Strafverfolgung integriert wurden.

In den Monaten nach dem 11. September machten sich die Beamten schnell daran, einen entscheidenden Fehler zu beheben. Die Informationen, die den Komplott hätten aufdecken können, waren auf verschiedene Behörden verteilt, wurden jedoch nicht effektiv ausgetauscht. Die Joint Terrorism Task Forces des FBI brachten Bundes-, Landes- und Kommunalbedienstete zusammen. Die heute in jedem Bundesstaat vorhandenen Fusion Centers wurden zu Knotenpunkten des Informationsaustauschs, die potenzielle Bedrohungen über verschiedene Zuständigkeitsbereiche hinweg kennzeichnen konnten. Katie Kinsey vom Polizeiprojekt der New York University School of Law sagte, das ursprüngliche Ziel sei sehr klar gewesen: eine Wiederholung des Angriffs zu verhindern. Mit der Zeit begannen einige Fusion Centers jedoch, die Untersuchung von geringfügigeren Straftaten zu unterstützen.

Die Entwicklung der Überwachungstechnologie

Lokale Behörden haben auch ihre eigenen Versionen entwickelt, die oft als Real-Time Crime Centers bezeichnet werden und Netzwerke von Kameras, Nummernschilderkennungssysteme und andere Überwachungswerkzeuge integrieren.

Gregory Nojeim vom Center for Democracy & Technology beschrieb diese Zeit als "perfekten Sturm". Diese Situation kombinierte erweiterte rechtliche Befugnisse mit einer sich schnell entwickelnden Technologie, die es ermöglichte, Informationen von mehr Menschen und aus mehr Kontexten zu sammeln. Mit der Ausweitung der Gesetze kollidierte diese Situation mit einer weiteren Transformation. Amerikaner begannen, Smartphones zu tragen, ihr Leben in sozialen Medien zu teilen und riesige Mengen an kommerziell gesammelten Daten zu generieren, die im Jahr 2001 nicht existierten. Viele dieser Daten werden von Privatunternehmen gesammelt und können durch Kauf oder Übermittlung an Strafverfolgungsbehörden weitergegeben werden. Heute fügt KI eine weitere Dimension hinzu, die in der Lage ist, diese Datenbanken schnell zu durchsuchen, zuvor getrennte Datenbanken zu verknüpfen und in Sekundenschnelle Analysen zu erstellen.

Nojeim weist darauf hin, dass die Einsicht der Regierung in das Verhalten, den Konsum, die Kommunikation und sogar das Denken der Menschen noch nie so tiefgreifend war.

Die Auswirkungen der Überwachung auf Gemeinschaften

Jessica Katzenstein, Anthropologin an der Arizona State University, weist darauf hin, dass früher als dystopisch geltende Überwachungsformen heute normalisiert wurden. Sie sagt, dass es, sobald die Behörden von diesen Werkzeugen abhängig werden, äußerst schwierig wird, den Prozess rückgängig zu machen. Diese Ausweitung ist nicht gleichmäßig umgesetzt worden. Amerikanische Muslime wurden nach den Anschlägen vom 11. September genau beobachtet, und Befürworter sagen, dass diese Annahmen anschließend auf Einwanderer und andere farbige Gemeinschaften ausgeweitet wurden. Harris Tarin vom Muslim Public Affairs Council beschreibt die Folgen als einen "doppelten Angriff", zuerst durch die Terroristen und dann durch den Verdacht, der von der Regierung selbst ausgeht.

Leah Ntakirutimana von Asian Americans Advancing Justice sagt, dass die rassen- oder religionsbezogene Überwachung die Vorstellung untergräbt, dass Privatsphäre ein gleiches Recht sein sollte. Sowohl Tarin als auch Ntakirutimana sagen, dass die KI-Risiken in Zukunft diese Ungleichheiten möglicherweise wiederholen oder verstärken könnten.

Polizeibehörden verwenden bereits KI-Tools, um Beweise zu analysieren, Aufzeichnungen zu durchsuchen und Berichte zu verfassen. Polizeichef Robert Guadio von der Central University of North Carolina bezeichnet diese Technologie als praktische Antwort auf die Anforderungen der modernen Polizeiarbeit, vorausgesetzt, die Behörden behalten eine klare Aufsicht und Überprüfungsprotokolle bei. Nojeim warnt davor, dass die Neigung der KI zu Illusionen besonders gefährlich ist, wenn sie Ermittlungen auslöst. David Viola vom John Jay College drückt es noch deutlicher aus: Ob diese Werkzeuge der Gesellschaft nutzen, hängt vollständig davon ab, wer sie kontrolliert.

Risiken und Herausforderungen der KI-Überwachung

Mit dem Fortschritt der KI-Technologie hat sich die Fähigkeit von Überwachungssystemen erheblich verbessert, große Datenmengen in kürzerer Zeit zu analysieren und zu verknüpfen. Doch diese Ausweitung der Technologie bringt gleichzeitig Herausforderungen für den Schutz der Privatsphäre mit sich, insbesondere in bestimmten Gemeinschaften, wo die Intensität und der Umfang der Überwachung zu Ungleichbehandlung führen kann. Dies beeinflusst nicht nur das Vertrauen in die Gesellschaft, sondern löst auch Diskussionen über Recht und Moral aus. In Zukunft wird es eine wichtige Aufgabe sein, das Gleichgewicht zwischen der Anwendung der Technologie und den individuellen Rechten zu finden, insbesondere im Kontext von Überwachung und Strafverfolgung.

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Henderson