- Die unbemannte Kampfmaschine FQ-44A Fury durchläuft eine Waffenanpassungsüberprüfung.
- Die neue Konfiguration bestätigt die Kompatibilität der Fury mit zahlreichen Munitionstypen, darunter geführte Bomben und Raketenwerfer.
- Die Air Force plant die Beschaffung von mindestens 500 CCA-Flugzeugen, die gemeinsam mit bemannten Kampfflugzeugen operieren sollen.
- Die Niederlande sind dem CCA-Programm im Jahr 2025 formell beigetreten und unterstützen die industrielle Zusammenarbeit.
Anduril Industries hat kürzlich neue Bilder seiner unbemannten Kampfmaschine FQ-44A Fury während einer Waffenanpassungsüberprüfung veröffentlicht. Die am 16. September veröffentlichten Aufnahmen bieten einen klareren Einblick, wie das Flugzeug geführte Bomben, Raketenwerfer und andere externe Bewaffnung tragen soll – und wie es sich auf den Weg zur Serienproduktion im Rahmen des Collaborative Combat Aircraft (CCA)-Programms der US Air Force macht. Die Fotos zeigen, dass an der Fury noch externe Waffensysteme angebracht werden. Anduril konstruiert das Flugzeug so, dass es verschiedene Waffen und Missionsausrüstungen tragen kann, um im Einsatz mit bemannten Kampfflugzeugen flexibel zu agieren.
Kompatibilität der Fury mit zahlreichen Munitionstypen
Anduril titelte seine neue Veröffentlichung mit „Fit for Fury" und erklärte, die Konfiguration des Prototyps „bestätige die Kompatibilität der Fury mit zahlreichen Munitionstypen". Die Bilder zeigen geführte Bomben und 70-mm-Raketenwerfer, die an dem Flugzeug montiert werden. Zu den geplanten Waffen gehören außerdem Luft-Luft-Raketen und Marschflugkörper. Anduril erklärte, dass weitere Missionsbehälter und Systeme hinzugefügt werden könnten, wobei einige Details noch nicht öffentlich sind. Die Waffenentwicklung ist ein wesentlicher Bestandteil des CCA-Programms, da die Air Force an unbemannten Flugzeugen arbeitet, die gemeinsam mit bestehenden Kampfflugzeugen operieren können.
Die Konzeptkonfiguration der Fury bestätigt ihre Kompatibilität mit einer Reihe von Munitionstypen, darunter 500-Pfund-geführte Bomben, Small-Diameter-Bomben, luftgestartete Marschflugkörper, Raketenwerfer, externe Zielbehälter und weitere Optionen. Das Flugzeug geht auf das Fury-Konzept zurück, das von Blue Force Technologies entwickelt und von Anduril nach der Übernahme des Unternehmens im Jahr 2023 weiterentwickelt wurde. Die FQ-44A absolvierte 2025 Bodentests auf der Beale Air Force Base und noch im selben Jahr ihren Erstflug vom Southern California Logistics Airport in Victorville, Kalifornien.
Im Juni 2026 wählte die Air Force Anduril für die Serienproduktionsphase aus und brachte die Fury damit zur Erprobung und zum künftigen Einsatz der ersten Flugzeuge.
Umfang und Wert der aktuellen Bestellung wurden noch nicht bekannt gegeben. Die jüngste Anpassungsüberprüfung folgt auf frühere Waffentests der Fury. Anduril und das Verteidigungsministerium haben bereits Versuche durchgeführt, darunter den Abschuss der RTX AIM-120 Advanced Medium-Range Air-to-Air Missile. Die Air Force plant insgesamt die Beschaffung von mindestens 500 CCA-Flugzeugen, die zusammen mit bemannten Kampfflugzeugen fliegen sollen. Für die erste Phase gab die Teilstreitkraft jedoch an, möglicherweise 100 bis 150 Flugzeuge zu bestellen – ohne zu verraten, wie viele davon auf die FQ-44 im Vergleich zur YFQ-42A entfallen werden.
Internationales Partnerinteresse
Die neuen Bilder zeigen, wie die Fury nach ihrer Indienststellung möglicherweise Angriffsmissionen unterstützen könnte. Das CCA-Programm hat auch das Interesse internationaler Partner geweckt. Die Niederlande traten im Oktober 2025 formell bei und ebneten damit niederländischen Verteidigungsunternehmen den Weg zur Beteiligung am Programm. Die niederländische Teilnahme könnte letztlich industrielle Kooperationen und möglicherweise eine gemeinsame Produktion von Serienflugzeugen stützen. Für die Air Force sind die Fortschritte bei der Waffenintegration ein früher Indikator dafür, wie die CCA-Flugzeuge über die Rolle als luftgestützte Sensoren hinaus eingesetzt werden könnten. Die Vielfalt der bewerteten Waffen zeigt, dass die Fury sich auf Missionen vorbereitet, die unterschiedliche Waffentypen erfordern, während sie als Teil größerer bemannter und unbemannter Verbände operiert.
Strategische Bedeutung der FQ-44A Fury
Die Fortschritte bei der Waffenintegration der FQ-44A Fury verdeutlichen ihr Potenzial im modernen Krieg, insbesondere im Hinblick auf die Fähigkeit zur koordinierten Kriegführung mit bemannten Kampfflugzeugen. Angesichts der wachsenden Nachfrage der Air Force nach unbemannten Flugzeugen kann die vielseitige Waffenkonfiguration der Fury unterschiedliche Missionsanforderungen erfüllen und die operative Flexibilität erhöhen. Darüber hinaus dürfte die Beteiligung internationaler Partner wie der Beitritt der Niederlande den Technologietransfer und die Produktionskapazitäten fördern und so die globale Wirkung des Programms weiter verstärken.

