- RTX Ventures investiert in Xcimer Energy zur Entwicklung von gepulster Lasertechnologie.
- Xcimers Xenonfluorid-Lasertechnologie könnte für das Directed Energy System der US-Streitkräfte genutzt werden.
- Die Laserschmelztechnologie steht vor der Herausforderung, Pulse wiederholt zu liefern.
- Die Partnerschaft wird die Integration der Lasertechnologie in Verteidigungssysteme untersuchen.
RTX Ventures hat in das Laserschmelzunternehmen Xcimer Energy investiert, um die Entwicklung von gepulster Lasertechnologie zu fördern, die potenziell für das Directed Energy System der US-Streitkräfte genutzt werden könnte. Diese Zusammenarbeit vereint zwei Anwendungen mit grundlegenden technischen Herausforderungen: den Bau leistungsstarker Laser, die wiederholt, zuverlässig und kostengünstig abgefeuert werden können. Xcimer entwickelt derzeit Xenonfluorid-Lasertechnologie für sein Fusionsenergiesystem. Das Unternehmen behauptet, dass diese Methode auch die Leistung und Skalierbarkeit bietet, die für Direktenergiewaffen erforderlich sind, und potenziell eine größere Reichweite als bestehende Systeme ermöglicht.
Die Investition von RTX zielt auch darauf ab, Xcimers Fusionsprogramm zu unterstützen. Im Juni genehmigte das US-Energieministerium Xcimers Design für ein Fusions-Pilotkraftwerk im Rahmen seines Meilensteinprogramms für die Fusionsentwicklung.
Die Herausforderungen der Laserschmelztechnologie
Laserschmelz wird durch intensive Laserpulse erreicht, die den Brennstoff komprimieren und erhitzen, bis die Bedingungen für die Kernfusion erreicht sind. Die Herausforderung besteht darin, Laser zu entwickeln, die diese Pulse wiederholt liefern können, während gleichzeitig der Energieverbrauch, die Wartung und die Betriebskosten kontrolliert werden. Diese Anforderungen sind für militärische Lasersysteme ebenso wichtig. Direktenergiewaffen müssen genügend Energie liefern, um das Ziel zu treffen, während sie effizient und zuverlässig bleiben, um wiederholt eingesetzt werden zu können. Xcimer behauptet, dass sein auf Xenonfluorid basierendes System nach diesen Anforderungen entwickelt wurde. Conner Galloway, Mitbegründer, CEO und Chief Science Officer von Xcimer, sagte: "Mit der Beschleunigung der Entwicklung der nächsten Generation von Luftverteidigung war die Nachfrage nach erschwinglichen, skalierbaren Direktenergiesystemen noch nie so dringend."
Unsere Xenonfluorid-Lasertechnologie bietet die erforderliche Leistung, Geschwindigkeit und inhärente Skalierbarkeit zu extrem niedrigen Kosten und Komplexität.
Integration der Lasertechnologie in Verteidigungssysteme
Die Partnerschaft wird weiter untersuchen, wie die Lasertechnologie in die Verteidigungssysteme von RTX integriert und containerisiert werden kann. Dies ist besonders wichtig, da eine der Herausforderungen für Direktenergiewaffen darin besteht, sie außerhalb des Laborumfelds praktisch zu machen. Die Systeme müssen an einsatzfähige Plattformen angepasst werden und gleichzeitig genügend Energie erzeugen, um Bedrohungen zu begegnen. RTX verfügt über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Sensorik, Befehls- und Kontrollsysteme sowie Luftverteidigung. Das Unternehmen erklärt, dass diese Fähigkeiten dazu beitragen werden, die Lasertechnologie von Xcimer in zukünftige Verteidigungsplattformen zu integrieren. Juan de Bedout, CTO von RTX, sagte: "Wir sind der Meinung, dass die gepulste Lasertechnologie von Xcimer perfekt mit unseren Fachkenntnissen in den Bereichen fortschrittliche Sensorik, Befehls- und Kontrollsysteme sowie Luftverteidigung übereinstimmt."
Wir werden gemeinsam untersuchen, wie diese Technologien am besten in fortschrittliche, skalierbare Verteidigungssysteme integriert werden können, die in der Lage sind, verschiedene neue und sich entwickelnde Bedrohungen zu besiegen.
Xcimer verfolgt neben der Verteidigungsarbeit auch die kommerzielle Fusionsenergie. Das Unternehmen erwartet, dass seine Fusions-Technologie in der Mitte der 2030er Jahre beginnt, Strom ins Netz zu liefern. Diese doppelte Nutzung der Entwicklung wird der Lasertechnologie zwei potenzielle Märkte bieten: kommerzielle Fusionsenergie und militärische Direktenergiesysteme. Derzeit konzentriert sich die Vereinbarung zwischen RTX und Xcimer hauptsächlich auf die Erforschung der Integration und Entwicklung, anstatt ein einsatzfähiges Waffensystem zu verkünden. Beide Unternehmen müssen nachweisen, dass der Laser die strengen Anforderungen eines einsatzfähigen Verteidigungssystems erfüllt, während er gleichzeitig die für den wiederholten Betrieb erforderliche Effizienz, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit beibehält.
Das doppelte Potenzial der Lasertechnologie in Militär und Wirtschaft
Die Zusammenarbeit zwischen RTX Ventures und Xcimer Energy zielt nicht nur auf militärische Anwendungen ab, sondern erforscht auch das Potenzial der kommerziellen Fusionsenergie. Mit dem weltweit steigenden Bedarf an nachhaltiger Energie könnte die Technologie von Xcimer in Zukunft eine wichtige Energiequelle werden. Darüber hinaus könnte die durch militärische Nachfrage vorangetriebene Entwicklung der Lasertechnologie deren Kommerzialisierung beschleunigen. Diese doppelte Nutzung der Entwicklung kann nicht nur die Verteidigungsfähigkeiten verbessern, sondern auch Innovationen im Energiemarkt bringen und die Energiesicherheit stärken.

