Lockheed Martin stellt modularen AGM-158 FLEX-Rumpf vor und erweitert damit Abschuss- und Nutzlastoptionen für Marschflugkörper

·von Henderson·Engineering
Lockheed Martin stellt modularen AGM-158 FLEX-Rumpf vor und erweitert damit Abschuss- und Nutzlastoptionen für Marschflugkörper
Eckpunkte
  • Der modulare AGM-158 FLEX-Rumpf erweitert die Abschussoptionen für Marschflugkörper.
  • Der FLEX-Rumpf kann mit unterschiedlichen Nasen- und Hecksektionen für verschiedene Startmethoden konfiguriert werden.
  • Die Architektur betrachtet den Flugkörper als konfigurierbare Plattform und erhöht damit die Flexibilität.
  • Lockheed Martin plant eine universelle Architektur, um künftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Ein US-amerikanischer Rüstungsgigant hat einen modularen Rumpf vorgestellt, um die Start- und Nutzlastoptionen seiner AGM-158-Marschflugkörper-Familie zu erweitern. Der modulare Rumpf mit der Bezeichnung AGM-158 FLEX wurde von Lockheed Martin entwickelt. Lockheed Martin erklärte in einer Stellungnahme: „Unser AGM-158 FLEX-Rumpfkonzept ist unsere Antwort auf den Wunsch unserer aktuellen und künftigen AGM-158-Kunden nach modularen und vielseitigen Systemen. Wir haben über 35 Millionen US-Dollar in die Entwicklung und Validierung bewährter Joint Air-to-Surface Standoff Missile (JASSM)-Subsysteme investiert, um sie in dieses neue modulare Rumpfkonzept zu überführen.

Diese Investition umfasst Konzeptentwicklung, Rumpfdesign, Tests, Prototypenfertigung und den Aufbau eines Hauptzulieferernetzes.“

Vielseitigkeit des FLEX-Rumpfes

Lockheed Martin zufolge ermöglicht die FLEX-Rumpflösung abnehmbare Nasensektionen, die Sensorpakete für JASSM und die Long Range Anti-Ship Missile (LRASM) aufnehmen können, sowie abnehmbare Hecksektionen, die für Boden-, U-Boot- und Bodenstartkonfigurationen konfiguriert werden können – zusätzlich zu den bestehenden luftgestützten Startkonfigurationen von JASSM und LRASM. Die luftgestützte Startkonfiguration wird gezielt so ausgelegt, dass sie die bestehende Kompatibilität mit allen aktuellen und künftigen luftgestützten Plattformen für JASSM und LRASM nutzt. Der FLEX-Rumpf wird zudem in unterschiedlichen Größen erhältlich sein, darunter eine 206-Zoll-Version mit extrem großer Reichweite namens JASSM-XR sowie eine 168-Zoll-Version entsprechend JASSM-ER.

Die erste Konfiguration des FLEX-Rumpfes ist JASSM-XR und Teil unserer über 35 Millionen US-Dollar schweren Investition; sie wird den US-Streitkräften und ihren Verbündeten eine deutlich vergrößerte Reichweite für Angriffe bieten.

Das Unternehmen gibt an, dass der AGM-158 FLEX auf bewährten, weltweit führenden JASSM- und LRASM-Produktionslinien, einer etablierten Lieferkette sowie der bestehenden Missionsplanungs- und Softwareinfrastruktur aufsetzen wird, um eine rasche Produktion und Auslieferung in großem Maßstab sicherzustellen. Lockheed betont darüber hinaus, dass der FLEX-Rumpf einen modularen Aufbau bietet, der veralteten Subsystemen frühzeitig begegnet, künftige Fähigkeitserweiterungen über die aktuelle Bedrohungslage hinaus ermöglicht und in der Produktion Skalierbarkeit gewährleistet. Die Heckkonfigurationen des Unternehmens können Boden-, U-Boot- und Bodenstartkonfigurationen unterstützen, während die luftgestützte Version darauf abzielt, die Kompatibilität mit bestehenden und künftigen JASSM- und LRASM-Flugzeugplattformen zu erhalten.

Diese Architektur ist insofern bedeutsam, als sie den Flugkörperrumpf als konfigurierbare Plattform und nicht als Einzweckprodukt begreift.

Universelle Architektur zur Anpassung an künftige Anforderungen

Im Grunde zielt Lockheed Martin darauf ab, eine Architektur zu schaffen, in die sich unterschiedliche Sensoren, Antriebskomponenten, Startkonfigurationen und weitere Subsysteme entsprechend der sich wandelnden Anforderungen integrieren lassen. Lockheed Martin zufolge soll die JASSM-XR-Konfiguration den US-Streitkräften und ihren Verbündeten eine deutlich vergrößerte Reichweite für Angriffe bieten. Die Betonung der Reichweite spiegelt den umfassenderen Wandel moderner Luftkriegsführung wider, bei der Flugzeuge möglicherweise Waffen aus größerer Entfernung abfeuern müssen, wenn sie in Umgebungen operieren, die durch immer komplexere Luftverteidigungssysteme geschützt sind. Der FLEX-Gedanke geht jedoch über eine bloße Verlängerung der Flugkörperreichweite hinaus.

Im Kern geht es darum, eine universelle Architektur zu schaffen, die mehrere künftige Anforderungen abdecken kann.

Auswirkungen des modularen Designs auf die Militärstrategie

Der von Lockheed Martin vorgestellte modulare AGM-158 FLEX-Rumpf markiert einen wichtigen Fortschritt in der Flugkörpertechnologie. Dieses Design unterstützt nicht nur mehrere Startkonfigurationen, sondern lässt sich auch an veränderliche Einsatzanforderungen anpassen – ein Beleg dafür, wie sehr moderne Streitkräfte auf Flexibilität und Anpassungsfähigkeit setzen. Angesichts der zunehmenden Komplexität des Luftkriegsumfelds gewinnen Flugkörper mit großer Reichweite noch mehr an Bedeutung; die Entwicklung des FLEX-Rumpfes ist eine direkte Antwort auf diesen Bedarf. Das modulare Design verlängert nicht nur die Lebensdauer der Flugkörper, sondern erhöht auch die Fähigkeit, auf neue Bedrohungen zu reagieren.

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Henderson