- Kratos hat erfolgreich das ARAV-B-Ballistikziel gestartet, um eine multinationale Übung zu unterstützen.
- Das ARAV-B-Ziel ist darauf ausgelegt, physische Bedrohungen zu simulieren, und hat bisher 43 Missionen abgeschlossen.
- Die Übung testete, wie Verbündete taktische Informationen teilen, um die Raketenabwehrfähigkeiten zu stärken.
- Kratos erweitert den modularen Ansatz auf andere Zielkonfigurationen, um Hyperschalltests zu unterstützen.
Kratos hat im Rahmen einer multinationalen Raketenabwehrübung in der Umgebung von Hawaii erfolgreich sein ARAV-B-Ballistikziel gestartet. Das Ziel wurde am 6. August vom Pacific Missile Range Facility gestartet und unterstützt die vom US Third Fleet geleitete Übung "Pacific Dragon 2026". Die Übung vereinte die US-Streitkräfte mit Partnern aus Australien, Chile, Italien, Japan, Südkorea und Spanien und konzentrierte sich auf die Koordination der Raketenabwehr und die gemeinsame Nutzung taktischer Daten.
Design und Funktionen des ARAV-B-Ziels
Das ARAV-B-Ziel ist für eine Vielzahl von Bedrohungen konzipiert und bietet Raketenabwehrmannschaften eine physische Zielsimulation, die Radarsysteme und Kampfsysteme in die Lage versetzt, Objekte in der Flugumgebung zu verfolgen. Das Gerät hat bisher 43 erfolgreiche Zielmissionen abgeschlossen, die das Naval Surface Warfare Center, die White Sands Division und die Missile Defense Agency unterstützt haben. Das ARAV-B verwendet während des Fluges eine zweistufige und rotationsstabilisierte Konfiguration, und seine Oberstufe verwendet den vom Kratos kommerziell entwickelten Oriole-Raketenmotor. Diese Konstruktion gehört zu einer konfigurierbaren Reihe von ballistischen Raketenzielen.
Kratos bietet Varianten vom Typ C und TTO, die neben dem Ziel vom Typ B existieren. Jede Konfiguration kann unterschiedliche Flugcharakteristika erzeugen, die für Verteidigungstests verwendet werden. Ingenieure können diese Unterschiede nutzen, um in Raketenabwehrtests spezifische Bedrohungsprofile zu rekonstruieren. Darüber hinaus können diese Zielserien auch Missionen unterstützen, die über traditionelle ballistische Raketentests hinausgehen. Kratos gibt an, dass sein System angepasst werden kann, um anspruchsvolle Hyperschallflugtests zu bewältigen.
Taktische Informationsfreigabe bei der Übung
Bei der "Pacific Dragon"-Übung war eines der wichtigsten Systeme auf der USS Jack H. Lucas, einem Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, installiert. Der Zerstörer ist mit dem Aegis Baseline 10-Kampfsystem und dem AN/SPY-6-Radar ausgestattet, die repräsentative Ziele benötigen, um ihre Leistung bei der Abwehr von Bedrohungen zu validieren. Lebende Ziele können Tracking- und Abfangsysteme Bedingungen aussetzen, die in Labortests nicht vollständig reproduziert werden können. Dave Carter, Präsident der Abteilung für Verteidigung und Raketenunterstützungsdienste bei Kratos, brachte den Start direkt mit diesen Testanforderungen in Verbindung und wies darauf hin, dass Kratos das ARAV-B entwickelt hat, um kostengünstige Ziele zu bieten, die reale Bedrohungen darstellen, wobei er insbesondere das Baseline-System auf dem Zerstörer erwähnte.
10-System und das SPY-6-Radar.
Die Übung testete auch, wie Verbündete taktische Informationen bei Raketenabwehrmaßnahmen teilen. Dies ist besonders wichtig, wenn mehrere Schiffe und Sensoren gemeinsam ein umfassendes Bild der Bedrohung erstellen müssen. Die "Pacific Dragon"-Übung fand vom 6. bis 15. August in den Gewässern um die Hawaii-Inseln statt und kombinierte daher tatsächliche Zielaktivitäten mit einem breiteren multinationalen Verteidigungsszenario.
Kratos überträgt den gleichen modularen Ansatz auf andere Zielkonfigurationen. Ihr dreistufiges TTO-Gerät verwendet Terrier, Terrier und Oriole-Raketenphasen. Das Unternehmen gibt an, dass sein erprobtes Zielsystem Hyperschalltests mit mehr als Mach 10 unterstützen kann, wobei diese Missionen möglicherweise niedrige Flugbahnen und längere Flugzeiten beinhalten. Der Oriole-Motor verbindet das Zielprogramm auch mit dem breiteren Raketenproduktportfolio von Kratos, einschließlich der größeren Zeus-Raketenserie und dem Erinyes-Hyperschalltestfahrzeug.
Kratos-CEO Eric DeMarco sagte, dass die Investition hauptsächlich in Hardware erfolgt, nicht in die Entwicklung von Konzepten. Er erklärte, dass das Unternehmen interne Mittel nutzt, um die Umwandlung von Verteidigungstechnologien in praktisch einsetzbare Systeme zu beschleunigen. Dieser Ansatz bietet Raketenabwehrentwicklern auch Ziele, die auf kommerziell entwickelten Antriebstechnologien basieren, wodurch der Bedarf entfällt, für jedes Testszenario eine neue Zielarchitektur zu erstellen. "Pacific Dragon" bietet diesen Systemen eine anspruchsvolle Betriebsumgebung, und der Start des ARAV-B fügt ein reales ballistisches Ziel hinzu, um die gemeinsame Nutzung der alliierten Raketenabwehrsysteme zu fördern.
Der Beitrag des ARAV-B zur Raketenabwehrübung
Der erfolgreiche Start des ARAV-B-Ballistikzieles zeigt die Innovationsfähigkeit von Kratos im Bereich der Raketenabwehr. Durch die Bereitstellung von Zielen, die reale Bedrohungen simulieren, ermöglicht das ARAV-B den Partnerländern, realistischere Tests während der Übungen durchzuführen und die Zuverlässigkeit ihrer Raketenabwehrsysteme zu stärken. Darüber hinaus zeigt die Betonung der taktischen Informationsfreigabe bei der Übung die Bedeutung der multinationalen Zusammenarbeit im modernen Krieg, was tiefgreifende Auswirkungen auf zukünftige Verteidigungsstrategien hat.

