- Chinesische Städte sollten sich auf die Möglichkeit eines nuklearen Angriffs vorbereiten.
- Kleinere Atommächte könnten terroristische Nuklearanschläge verüben.
- Japans Nichtbeitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag löst Besorgnis aus.
- China hat über 30 Notfallrettungsbasen für Nuklearangriffe eingerichtet.
Eine neue Studie des medizinischen Teams der Volksbefreiungsarmee Chinas empfiehlt, dass chinesische Städte sich auf die Möglichkeit eines nuklearen Angriffs vorbereiten sollten. Der Bericht weist besonders darauf hin, dass Japan der Welt ein "ernsthaftes Gefahrensignal" sendet. Der Bericht bewertet die Wahrscheinlichkeit eines großflächigen globalen Atomkriegs als relativ gering, warnt jedoch davor, dass kleinere und lokalere nukleare Ereignisse weiterhin eine reale Möglichkeit darstellen. Die Studie stammt vom Raketenstreitkräfte-Spezialkrankenhaus der Volksbefreiungsarmee und wurde letzten Freitag im "Chinese Journal of Radiological Health" veröffentlicht.
Die Bedrohung durch kleinere Atommächte
Forscher weisen darauf hin, dass kleinere oder mittelgroße Atommächte, oder Länder mit dem Potenzial, zu Atommächten zu werden, immer noch in der Lage sein könnten, einen terroristischen Nuklearanschlag zu verüben. Solche Angriffe könnten sich gegen Nachbarländer oder wichtige Städte großer Mächte richten und durch geopolitische oder religiöse Konflikte motiviert sein.
Die Forscher erwähnen besonders Japan und weisen darauf hin, dass Tokio dem Atomwaffenverbotsvertrag nicht beigetreten ist, einem internationalen Abkommen, das 2017 verabschiedet wurde und den Besitz von Atomwaffen verbietet. Die Studie erwähnt auch, dass Japan erwägt, seine langjährige "Drei Nicht-Nuklear-Prinzipien" zu ändern. Nach dieser Politik hat sich Japan verpflichtet, keine Atomwaffen zu besitzen, nicht herzustellen und nicht zuzulassen, dass sie auf sein Territorium gebracht werden.
Die Besorgnis der Studie über Japan spiegelt einen separaten offiziellen chinesischen Bericht wider, der im Januar 2026 veröffentlicht wurde und behauptet, Japan könnte heimlich waffenfähiges Uran produzieren. Der Bericht erwähnt auch, dass Japan über die technischen, industriellen und wirtschaftlichen Fähigkeiten verfügt, um relativ schnell Atomwaffen zu entwickeln.
Chinas Notfallvorbereitungen
Neben der Bewertung der umfassenden geopolitischen Risiken simulierte die Studie der Volksbefreiungsarmee auch ein Szenario, in dem ein nuklearer Sprengkörper mit niedriger Sprengkraft eine wichtige chinesische Stadt trifft. Die Forscher nutzten historische Daten der Bombardierung von Hiroshima 1945, kombiniert mit umfassenderen internationalen Simulationen. Diese Daten halfen, die medizinischen Herausforderungen zu identifizieren, die ein solches Ereignis mit sich bringt, einschließlich der Gefahren am Boden, der massiven Unruhen und der komplexen kombinierten Verletzungen bei den Überlebenden.
Der Studie zufolge hat China über 30 speziell für die Behandlung von Nuklearopfern eingerichtete Notfallrettungsbasen errichtet. Diese bestehende Infrastruktur bildet den Hintergrund, vor dem die Forscher den aktuellen Bereitschaftszustand des nationalen medizinischen Notfallreaktionssystems bewerten.
Der Gesamtrahmen der Studie unterscheidet zwischen zwei sehr unterschiedlichen Bedrohungen. Eine ist der eher unwahrscheinliche großflächige Atomkrieg zwischen großen Mächten, die andere ist der relativ glaubwürdigere kleinere nukleare Angriff, der von staatlichen oder nicht-staatlichen Akteuren gegen eine einzelne Stadt verübt werden könnte. Die Forscher sind der Meinung, dass diese Unterscheidung für die zukünftige Gestaltung und Ressourcenverteilung der medizinischen und Notfallreaktionssysteme von entscheidender Bedeutung ist.
Die reale Bedrohung durch kleinere nukleare Angriffe und Maßnahmen zur Bekämpfung
Mit der Verschärfung der geopolitischen Spannungen wird das Risiko kleinerer nuklearer Angriffe zunehmend ernst genommen. Die Studie weist darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines großflächigen Atomkriegs zwar gering ist, kleinere nukleare Ereignisse jedoch weiterhin eine reale Bedrohung darstellen. Besonders die Tatsache, dass Japan dem Atomwaffenverbotsvertrag nicht beigetreten ist und möglicherweise seine Nuklearpolitik ändert, hat die Besorgnis der Nachbarländer geweckt. Chinas Notfallvorbereitungen, einschließlich der Einrichtung von Nuklearnotfallrettungsbasen, zeigen die Bedeutung, die der potenziellen Bedrohung beigemessen wird, und betonen die Bedeutung der medizinischen Reaktionsfähigkeit des Landes im Falle eines nuklearen Angriffs.

