KONGSBERG wählt Echodyne MESA-Radarplattform zur Verstärkung der Drohnen-Tracking-Fähigkeiten von Waffensystemen

·von Henderson
KONGSBERG wählt Echodyne MESA-Radarplattform zur Verstärkung der Drohnen-Tracking-Fähigkeiten von Waffensystemen
Hauptpunkte
  • KONGSBERG wählt die Echodyne MESA-Radarplattform zur Verstärkung der Fähigkeiten von Waffensystemen.
  • Das System unterstützt sowohl statische als auch unbemannte Plattformen und verbessert die Drohnen-Tracking-Fähigkeiten.
  • Die MESA-Radarplattform liefert präzise Daten, die dazu beitragen, die Chancen auf den Abschuss von Drohnen zu erhöhen.
  • Beide Unternehmen werden ihre Integrationsergebnisse auf internationalen Verteidigungsmessen präsentieren.

Das norwegische Verteidigungsunternehmen KONGSBERG hat die MESA-Radarplattform von Echodyne für verschiedene Luft- und Bodenmissionen ausgewählt, wobei das erste Projekt ihr PROTECTOR-Remote-Waffensystem ist. Dieses kompakte Radar wurde bereits in die PROTECTOR-RS4- und RS6-Systeme integriert. Diese Zusammenarbeit kombiniert die Waffensystemarchitektur und die kooperative Feuerleitfähigkeit von KONGSBERG mit dem Festkörperradar von Echodyne. Das System soll statische, bemannte und unbemannte Plattformen unterstützen und ihnen helfen, schnell bewegliche Drohnen zu erkennen, zu verfolgen und anzugreifen.

Im Vergleich zu herkömmlichen leistungsstarken elektronisch gescannten Array-Radaren benötigt das System weniger Platz, Gewicht und Leistung.

Vorteile des MESA-Radars

Das kompakte Radar verstärkt die Fähigkeiten des Waffensystems, und das integrierte PROTECTOR-System erhält präzise Radardaten, die die Effektivität als Gegen-Drohnen-System erhöhen. MESA liefert Informationen über Reichweite, Geschwindigkeit, Richtung und Bewegung und behält gleichzeitig die stabile Verfolgung von Zielen mit geringen Radarsignaturen bei. Diese Daten ermöglichen es dem Radar, das optische Feuerleitsystem des Waffensystems zu führen und stabil auf das Ziel auszurichten. Laut Echodyne hilft diese Kombination dem System, das Ziel im Visier zu behalten, die Zeit zwischen Erkennung und Angriff zu verkürzen und die Chancen zu erhöhen, eine Drohne zu treffen.

Eben Frankenberg, CEO von Echodyne, sagte: "KONGSBERG hat durch jahrzehntelange Felderfahrung, rigorose Ingenieurarbeit und enge Zusammenarbeit mit den Bedienern Maßstäbe für Fernwaffensysteme gesetzt. Die Integration der MESA-Radarplattform verleiht der PROTECTOR-Serie präzise, stabile und kontinuierliche Verfolgung, was für die Führung des Feuerleitsystems, die Aufrechterhaltung der Zielverfolgung und die entschlossene Reaktion auf schnell bewegliche, schwer zu erkennende Drohnenbedrohungen entscheidend ist." Er fügte hinzu: "Ebenso wichtig ist, dass MESA diese Leistung in einem kompakten, softwaredefinierten Paket bietet, das in einer großen installierten Basis erweiterbar ist und sich mit der Entwicklung der Bedrohungen anpassen kann."

Die Rolle des Radars im Feuerleitsystem

Das Radar unterstützt die präzise Zeiteinstellung von Luftdetonationen, wenn das PROTECTOR-Waffensystem programmierbare Luftdetonationsmunition verwendet. Informationen über Reichweite und Geschwindigkeit helfen dem Feuerleitsystem, die Zeiteinstellung der Munition anzupassen, um sicherzustellen, dass ihre Wirkung an einem vorbestimmten Punkt im Flugweg der Drohne eintritt. MESA kann auch als Teil eines umfassenderen Netzwerks von Sensoren und Waffensystemen fungieren. Ein kooperatives Suchradar oder andere Sensoren können die Bedrohung zunächst erkennen und ihre Verfolgungsinformationen an die mit Radar ausgestattete PROTECTOR-Station senden. Das lokale Radar kann dann die eingehenden Informationen verfeinern, die Verfolgung aufrechterhalten und die für das Feuerleitsystem erforderlichen Daten liefern.

Dieser Prozess ermöglicht es verteilten Systemen, ein gemeinsames Luftraumbild zu teilen, Ziele zuzuweisen und bei der Bearbeitung einzelner Bedrohungen schnell die Aufmerksamkeit zu wechseln.

Zukünftige technologische Entwicklungen

Echodyne und KONGSBERG haben jahrelang daran gearbeitet, das radaraktivierte System unter Feldbedingungen zu integrieren, zu testen und zu demonstrieren. Diese Arbeit spiegelt die Praxis von KONGSBERG wider, neue Fähigkeiten durch praktische Tests zu validieren, bevor sie breiter eingesetzt werden. Neben der Integration der RS4- und RS6-Systeme untersuchen beide Unternehmen, wie leistungsstarke Radare andere Luft- und Bodenmissionen im KONGSBERG-Portfolio unterstützen können. Ihre laufende technische Arbeit wird sich auf widerstandsfähige Wahrnehmung, netzwerkbasierte Feuerleitung und skalierbare Schutzfähigkeiten konzentrieren, die sich mit der Entwicklung der Bedrohungen weiterentwickeln.

Beide Unternehmen werden vom 8. bis 11. September 2026 auf der International Defence Industry Exhibition in Kielce, Polen, ausstellen.

Ausblick auf die Zusammenarbeit zwischen KONGSBERG und Echodyne

Die Zusammenarbeit zwischen KONGSBERG und Echodyne zeigt das Bewusstsein moderner Waffensysteme für die Bedrohung durch Drohnen. Die Integration der MESA-Radarplattform erhöht nicht nur die Tracking-Fähigkeiten des Waffensystems, sondern ermöglicht auch eine flexible Anwendung in verschiedenen Einsatzumgebungen. Diese technologische Entwicklung spiegelt den zunehmenden Bedarf an präzisen Schlägen wider, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Verbreitung von Drohnen. Mit der Weiterentwicklung der Bedrohungen wird die kontinuierliche technologische Innovation ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Verteidigungsstrategie sein und Unterstützung für verschiedene Missionen bieten.

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